KONZERTINO
Manfred Schulze Bläserquintett
Preis / Price : 15.08 €
Bestell-Nr. / Purchase Order No. : FMP CD 070
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Paul Schwingenschlögl trumpet
Manfred Hering alto sax, tenor sax, clarinet
Heiner Reinhard tenor sax, soprano sax
Gert Anklam bariton sax
Johannes Bauer trombone
 
01.
Quintett Nr. 1 14:51
02.
Hymne 12:29
03.
Konzertino 11:36
04.
Quintett Nr. 12 35:28
 
Total time:  71:33

Recorded live by Jost Gebers and Jonas Bergler on September 9, 1994 during the 'Free Concert' series at the 'Rathaus Charlottenburg' in Berlin.
Produced by Jost Gebers
Artwork: Manfred Schulze
Photos: Dagmar Gebers

Liner notes: Bert Noglik

 
First published in August 1995
 
Aus dem Booklet:
Zusammengekommen, um die Musik Manfred Schulzes dem Vergessen zu entreißen, bringen sich die fünf Bläser in dessen Musik ein. (...) Grundlage für Schulzes Kompositionen ist einmal Geschriebenes im herkömmlichen Sinne, aber auch Spielanweisung, Spielanimation, Konzept. Improvisation wird zur Fortsetzung der Komposition mit anderen Mitteln. Nicht umsonst hat Manfred Schulze oft von Improvisationsmodellen gesprochen. Fünf Bläser huldigen einem Meister, der zwar in dieser Musik präsent erscheint, aber nach schwerer Krankheit selbst nicht mehr spielen kann. (...)
Die Aufnahmen entstanden wenige Wochen nach Manfred Schulzes 60. Geburtstag, dem 17. August 1994, zu dem die Gruppe ebenfalls ein Konzert gab. (...)
Manfred Schulze war Pionier und Wegbereiter, schließlich auch Lehrmeister, unbequemer Doyen und Veteran für eine Musik, die sich den herkömmlichen Kategorien entzieht. Er selbst betonte immer wieder, aus der europäischen Musiktradition zu schöpfen. (...)
Unter der Vielzahl von Gruppen, mit denen Manfred Schulze arbeitete, nimmt das Bläser Quintett eine exponierte Stellung ein. Bereits 1969 entstand eine erste Formation dieses Namens. Schon der Verzicht auf eine Rhythmusgruppe (...) deutet auf eine Abkehr von der Jazz-Idiomatik. Was die Bläsersätze anbelangt, so spannt Manfred Schulze einen Bogen zum europäischen Erbe. Die Klangvorstellungen erinnern nicht selten an Erscheinungsbilder der Neuen Musik. (...)
Manfred Schulze erscheint rückblickend als Außenseiter und als Zentralfigur. Jenseits des etablierten Kulturbetriebes der DDR stehend und weder in der Jazzszene noch in Kreisen der Neuen Musik etabliert, berührte er mit seinem Schaffen die neuralgischen Punkte, die Fragen nach dem Verhältnis von Prozess und Struktur. (...)
Mit starken Traditionen verbunden, strebte er nach einer Expressivität, die dem klassischen Musizierideal entgegensteht. Nach einer formalen Schlüssigkeit, die im Jazz eher die Ausnahme bildet. Nach einer Verbindung von Körperlichkeit und Intelligenz, die die herkömmlichen Interpretationsmuster und Improvisationsklischees aufsprengt. (...)
 
Es lohnt, die vorliegende Version der Komposition ´Nummer 12´mit jener Aufnahme zu vergleichen, an der Manfred Schulze selbst beteiligt ist (FMP CD 087), um Unterschiede und Ähnlichkeiten zu entdecken. (...)
Bert Noglik
 


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