LIVE IN BERLIN
Accroche Note
Preis / Price : 15.08 €
Bestell-Nr. / Purchase Order No. : FMP CD 083
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Armand Angster contrabass clarinet, bass clarinet, clarinet
Françoise Kubler voice, melodica, percussion
Emmanuel Séjourné vibraphone, marimba, percussion
Benoît Dunoyer de Segonzac double bass
Abdellatif Chaarani darbuka, bendir, tar, chimes
 
01.
Le fou saxophonisant (Armand Angster) 09:01
02.
Tierkreis (Karlheinz Stockhausen) 07:40
03.
Jost (Armand Angster, Françoise Kubler, Emmanuel Séjourné) 03:14
04.
Kalitzka (Armand Angster) 10:21
05.
Fontana Mix (John Cage) 06:26
06.
Linde (Daniel Almada) 07:13
07.
Jonas (Armand Angster, Françoise Kubler, Emmanuel Séjourné, Benoît Dunoyer de Segonzac) 03:22
08.
So full of shapes is fancy (Pascal Dusapin) 04:33
09.
Pico (Armand Angster) 05:12
10.
Ribouldingue (Françoise Kubler) 12:45
 
Total time:  70:34

Recorded live by Holger Scheuermann and Jonas Bergler during the 'Workshop Freie Musik' on June 16, 1995 at the 'Akademie der Künste,' Berlin.
Produced by Françoise Kubler, Armand Angster, Jost Gebers
Photos: Dagmar Gebers, Alvado Murbach (Coverphoto)

Liner notes: Bert Noglik

 
First published in March 1997
 
Aus dem Booklet:
... ACCROCHE NOTE findet seine Behausung in der Bewegung, im lebendigen Kreislauf der Klänge. Die ´anderen´ Welten, die der Musik in der Folge von Webern und die des Jazz reflektierend, folgt ACCROCHE NOTE keinem Methodenzwang, keinem Stil, keiner Schulweisheit. Faszinierend, dass dennoch ein unverwechselbarer Gruppenklang entsteht. (...)
Die Improvisation erweist sich (...) bei diesen Aufnahmen als essentiell, ohne kompositorische Setzungen auszuschließen. Doch die Übergänge und Unterschiede können hörend nicht mehr nachvollzogen werden. Das fließend gemalte Bild erscheint wie aus einem Guss. Die Musik tritt aus der Beengtheit des Geschriebenen wie auch aus dem Dogma des Spontanen heraus und entfaltet sich als sinnliches Erlebnis. In einer Klangsprache des ausgehenden 20. Jahrhunderts kehrt ACCROCHE NOTE zu etwas Ursprünglichem zurück, das im Zuge der Verfeinerung der Methoden und Mittel mitunter in Vergessenheit geriet. (...)
Das Ensemble ACCROCHE NOTE entstand 1981 um die Sängerin Françoise Kubler und dem Klarinettisten Armand Angster in Strasbourg. Anliegen war und ist es, die Musik lebendig zu halten und das Spektrum von der Aneignung der Moderne bis zur Neuen Musik, von der Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten bis zur freien Improvisation, von der unkonventionell konzertanten Aufführung bis zur szenischen Umsetzung des Klanggeschehens auszuschreiten. (...)
 
LIVE IN BERLIN lässt uns Françoise Kubler und Armand Angster mit Musikern erleben, die jene klangrhythmischen Dimensionen ausgestalten, die bereits in der Duo-Beziehung angelegt sind. (...) Als kammermusikalisch Erfahrene wissen die Mitglieder dieses Ensembles unterschiedliche Spielkonstellationen vom Solo über wechselnde Dialoge bis zur gruppendynamischen Verdichtung im Interesse eines spannenden Klanggeschehens zu nutzen.
Auch wenn einige Momente stärker zur Neuen Musik, andere zur Gestik des Jazz tendieren, kommt es nie zum Bruch, ist stets auch die physische Qualität des Spiels, der Prozess des Pulsschlags und des Atmens zu spüren. Die auf Vertrauen und Überraschung basierenden Kommunikationsprozesse haben nicht selten etwas Sprachähnliches, doch (...) die Ebene der Unterhaltung erscheint abstrakter und zugleich elementarer als in der Alltagssprache - hochartifiziell und körperlich direkt. (...)
 
Beeindruckend, dass uns ACCROCHE NOTE die eigenen Kompositionen, Improvisationen (...) auf gleicher Ebene wie die Interpretation von Werken zeitgenössischer Komponisten erleben lässt. Das kann nur gelingen, weil sich das Ensemble deren Sprache zu eigen gemacht hat, nicht in die Rolle eines entfremdeten Mittlers zu treten braucht. Mit den Stücken von Dusapin, (...) Stockhausen (...) und Cage (...) gibt uns ACCROCHE NOTE unterschiedliche Bilder einer Beschäftigung mit dem Fluss der Musik. (...)  
 
Reflexion und Sinnlichkeit ganz nah beieinander. Ein beunruhigendes und anregendes, ein selten schönes Erlebnis.
Bert Noglik
 


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