8 PIECES FOR SINGLE
LISTENERS
and
YOU NEVER GIVE ME
YOUR PILLOW

Hotz Solo / Hotz & Bussmann
Preis / Price : 15.08 €
Bestell-Nr. / P/O No. : FMP CD OWN-90012
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Gregor Hotz soprano sax, bass sax, alto clarinet
Nicholas Bussmann cello
 
  A. 8 Pieces for single listeners 46:46
01.
Insight 04:36
02.
How far can you blow? 08:49
03.
Mondo cane 03:48
04.
Insight (reprise) 04:55
05.
Don't play noodles 04:10
06.
Double-entendre 08:37
07.
Staged materiality 08:19
08.
As above so below 03:32
  B. You never give me your pillow (Suite for slow dancers) 25:38
09.
Part 1 03:40
10.
Part 2 03:18
11.
Part 3 02:53
12.
Part 4 04:53
13.
Part 5 06:13
14.
Part 6 04:41
 
Total time:  72:24

A by Hotz
B by Hotz & Bussmann
Recorded by Dietrich Petzold in March 1998 at Tonus Arcus Studio Berlin (tracks # 1-8).
Recorded by Nicholas Bussmann in April 1997 at Tonus Arcus Studio Berlin (tracks # 9-14).
Produced by Gregor Hotz and Nicholas Bussmann
Layout: Conrad Noack and Gregor Hotz
Photos:
Oliver Kern, Rainer Hotz
Liner notes: Felix Klopotek

 
First published in May 1999
 
Aus dem Booklet:
Die strukturellen Umwälzungen im Jazz der 60er Jahre, das Aufkommen einer Improvisationsmusik, die nicht mehr nur aus dem Reservoir des Jazz schöpfend die Formensprache der Neuen Musik aufgreift, hat für eine wahre Flut von Soloaufnahmen unterschiedlichster Instrumentierung gesorgt. War das öffentliche, unbegleitete Solo im Jazz auf das Piano beschränkt, die Soloexkursionen Sonny Rollins und Eric Dolphys also die Ausnahme (...), so gab es ab, sagen wir: Anthony Braxtons ´For Alto´ (1969) kein Halten.
Heute sind die Saxophonsoloaufnahmen von Braxton, Lacy, Evan Parker und weitgehend: Wolfgang Fuchs, Roscoe Mitchell, John Zorn, Hans Koch, John Butcher, Peter Brötzmann oder Kaoru Abe selbstverständlicher Bestandteil des Improviationskanons (von den Kontrabass-, Schlagwerk-, Tuba- und Gitarrensoli mal ganz abgesehen). (...)
 
Die Kontinuität der Improvisationsmusik bestimmt sich, so paradox das zunächst klingen mag, aus der Diskontinuität der Entwürfe. In der Praxis ist das ganz einfach: die Solodisziplin ist deshalb so anerkannt, weil Koch nicht wie Braxton und Fuchs ganz anders als Parker klingt. 
 
Jeder macht halt sein Ding, sagt man. (...) Auf die Musik (von Gregor Hotz) gemünzt heißt das: keine Extravaganzen, keine penetrante Virtuosität, (...) das Material so lange aus ornamentalen Verklammerungen herauslösen, bis es sich selbst zu spielen scheint. (...) 
 
Mit dem etwa gleichaltrigen Cellisten Nicholas Bussmann teilt Hotz sein Vokabular. Motive, reduziert auf wenige Klänge, so erhaben daherschwebend, dass selbst ein klingelndes Telefon sie nicht zu stören vermag, werden vom anderen aufgegriffen und weitergesponnen. Auch hier gilt in aller heiligen Ernsthaftigkeit: mach nichts Besonders, lass das Komplizierte, versuche nicht, mich zu überraschen. (...)
Felix Klopotek
 


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